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Die Darmstädter Meisterbauten entstanden in den 1950er- und 1960er-Jahren als bedeutende Beispiele des modernen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Für die im Krieg stark zerstörte Stadt symbolisierten die Bauten weit mehr als nur einen architektonischen Neuanfang. Darmstadt, das seit Mitte des 16. Jahrhunderts den hessischen Regierungssitz stellte, verlor seinen Status als Landeshauptstadt 1945 an Wiesbaden. Das ehemalige Beamten- und Verwaltungszentrum musste sich demnach von Grund auf neu orientieren, um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. So besann man sich auf das kulturelle Erbe der Stadt, die mit der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bedeutsame Jugendstilbewegung hervorbrachte. Hieran sollte laut Oberbürgermeister Ludwig Metzger angeknüpft werden, um „Darmstadt wieder zu einem geistigen und kulturellen Mittelpunkt [zu] machen, der die Fenster in die Welt weit offen hält.“  

 

Der Fokus für den Wiederaufbau lag vor allem auf den dringend benötigten Kommunalbauten, wobei insbesondere Schulen als Grundstein für die demokratische Bildung zeitnah errichtet werden sollten. Für die Planung und Umsetzung konnten international renommierte Architekten gewonnen werden, die dem Projekt zusätzliches Prestige verliehen. Den Meisterbauten gingen die Darmstädter Gespräche voraus, ein interdisziplinäres Forum, in dem Architekten, Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle über die Rolle von Kunst, Architektur und Kultur in der Nachkriegszeit diskutierten.

 

Das ursprüngliche Bauvorhaben umfasste elf Gebäude, musste aufgrund fehlender finanzieller Mittel der Stadt jedoch schlussendlich auf fünf Bauten in teils abgeänderter Form reduziert werden. Bei den bis heute in Darmstadt bestehenden Meisterbauten handelt es sich um:

Diese Website thematisiert die Darmstädter Meisterbauten und ihre Entstehungsgeschichte. Dabei werden auf den Unterseiten sowohl der historische Kontext als auch die einzelnen Gebäude mit ihren architektonischen Besonderheiten vorgestellt. Die Bauten, teils weiter in ursprünglicher, teils in veränderter Nutzung, prägen bis heute das Stadtbild Darmstadts und sind Denkmäler der deutschen Nachkriegsarchitektur. Mit dem Ziel, das öffentliche Bewusstsein hierfür zu schärfen, soll die Website Interesse an diesem spannenden Kapitel der Darmstädter Lokalgeschichte wecken, das bis in die Gegenwart wirkt.

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Kinderwelt

Über das Projekt

Diese Website ist im Rahmen der dritten Staffel der Stadtteil-Historiker entstanden. Das von der Dotter-Stiftung geförderte Projekt richtet sich an Geschichtsinteressierte, die ein von ihnen frei gewähltes Thema zur Darmstädter sowie Eberstädter Geschichte umsetzen und der Öffentlichkeit in einem selbst gewählten Format zugänglich machen. 

Der Bearbeitungszeitraum erstreckte sich von Februar 2025 bis Juli 2026.

Logo Dotter-Stiftung Darmstadt, Eberstadt

Das Projekt Stadtteil-Historiker fand in der 3. Staffel statt in Zusammenarbeit mit:

Logo Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
Logo Bürgerstiftung Darmstadt
Logo Kurt und Lilo Werner Stiftung
Logo Wissenschaftsstadt Darmstadt

Zur Entstehung der Website und Danksagung

Ich startete meine Recherche zu den Darmstädter Meisterbauten in der Universitäts- und Landesbibliothek, wo ich zahlreiche Werke über die Architektur der 1950er-Jahre sowie die Bauten selbst fand. Anschließend besuchte ich das Darmstädter Stadtarchiv und die Denkmalschutzbehörde. Hier konnte ich insbesondere passendes Bildmaterial einsehen, welches mir ebenfalls für die Website zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzt wurde dies durch Abbildungen aus dem Archivinformationssystem Arcinsys sowie eigene Fotografien, die bei einigen Meisterbauten im Rahmen von Besichtigungsterminen auch von den Innenräumen entstanden sind.

Mein besonderer Dank gilt daher allen beteiligten Personen und Institutionen, die das Projekt unterstützt und diese Einblicke ermöglicht haben. Die Gespräche vor Ort lieferten nicht nur spannende Details, die Begeisterung der jeweiligen Ansprechpartner für „ihr“ Gebäude war überaus ansteckend und motivierte mich zusätzlich, die Geschichte der Meisterbauten auf dieser Website festzuhalten. Ebenso bedanken möchte ich mich beim Fachgebiet Digitales Gestalten der Technischen Universität Darmstadt für die Genehmigung zur Verwendung der dort entstandenen CAD-Modelle, die die visuelle Darstellung der Meisterbauten zusätzlich ergänzen. Abschließend hervorzuheben ist die Bürgerstiftung Darmstadt, die dieses Projekt durch ihre finanzielle Unterstützung zusätzlich gefördert hat.

1: Darmstädter Echo, 31.7.1946, zitiert nach: Nerdinger, Winfried (Hg.): 100 Jahre Deutscher Werkbund 1907|2007, München u.a. 2007, S. 240.

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